Kakao – cacao / cocoa / kakaó / kaakao / cacau / kakó

 

Geschichte

In Mittelamerika wurde die Kakaopflanze schon 1100 vor Christus genutzt. Die Maya sprachen ihr eine mystische Bedeutung zu. Die Azteken verwendeten die Kakaobohne als Opfergabe für die Götter. Und als Zahlungsmittel: Ein Kaninchen kostete beispielsweise zehn Bohnen. Den höchsten Stammesführern wurde aus den Bohnen ein Getränk gebraut. Der spanische Konquistador Hernán Cortés brachte die Kakaobohne 1528 nach Spanien. Von da trat sie einen Siegeszug in die Adels- und Königshäuser ganz Europas an. Während in Amerika das Getränk ursprünglich bitter verzehrt wurde, wurde es in Europa jedoch mit Honig und Zucker versüßt.

Heute ist der Kakao beziehungsweise die Schokolade die beliebteste Süßigkeit schlechthin. Fast die Hälfte des Kakaos, 42%, werden in Europa verbraucht. Spitzenreiter sind die Schweizer, Belgier und die Deutschen mit 11kg Schokolade im Jahr pro Kopf. 

 

Anbau und Gebiete

Wegen des subtropischen Klimas gedeiht die Kakaopflanze am besten rund um den Äquator. Der größte Produzent der Bohne ist die Elfenbeinküste. Knapp 40% der weltweiten Ernte kommen von hier. Es folgen Ghana, Indonesien und Nicaragua.

Der Kakaoanbau ist kein einfaches Geschäft. Der Kakaobaum wird bis zu 15 Meter hoch und braucht viel Pflege. Er muss vor Sonne, Regen und Wind geschützt werden. Nach vier bis fünf Jahren trägt der Kakaobaum erste nutzbare Früchte. Bis zu 100.000 winzige Blüten wachsen an ihm. Sieben Monate später sind die gelb bis dunkelroten Früchte reif. Eine Frucht enthält 30 bis 50 Samen – die Kakaobohnen. Einzeln werden die Früchte in Handarbeit geschnitten.

Innerhalb von 14 Stunden müssen sie verarbeitet werden. Die Kakaobohnen werden aus dem Fruchtfleisch geschnitten, danach fermentiert und anschließend 15 Tage in der Sonne getrocknet. Bei der Röstung entsteht der Geschmack des Kakaos.
Quelle: Transfair

2001 wurden erschreckende Zahlen zur Kinderarbeit in den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste bekannt: Schätzungsweise 600.000 Kinder schuften auf den Plantagen, viele davon wurden als Sklaven von Nachbarstaaten verschleppt. 250€ sollen dabei pro Kind bezahlt worden sein. Die großen Schokoladenunternehmer verpflichteten sich daraufhin, die Kinderarbeit nicht zu unterstützen.

 

Fairer Handel

Der Faire Handel garantiert nicht nur einen fairen und konstanten Mindestpreis für die Erzeuger und größtenteils einen ökologisch nachhaltigen Anbau, sondern er steht auch für direkten Kontakt zu den Produzenten. Kinderarbeit und versteckte Kinderarbeit wird dadurch nahezu unmöglich.

 

Genossenschaft Kavokiva: Gegen Kinderarbeit

Die 6.000 Mitglieder der Genossenschaft Kavokiva in der Elfenbeinküste leben weit verstreut in kleinen Dörfern und Siedlungen. Sie nutzen gemeinschaftliche Verkehrsmittel, bauen eigene Straßen und sorgen für ihre Instandhaltung. Durch die Einkünfte und die Fairtrade-Prämie konnte die Kooperative ein eigenes Gesundheistzentrum und somit eine flächendeckende Gesundheitsversorgung durchsetzen. Zudem engagiert sich die Kooperative im Bereich des Umweltschutzes, der Gleichberechtigung und setzt sich gegen Ausbeutung und für die AIDS-Prävention ein. Die Kooperative hat das 'Komitee gegen Kinderarbeit' ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit den Eltern wird dabei die Bedeutung der Schulbildung für Kinder herausgestellt und vor allem Kinderarbeit ausgeschlossen.

 

Unser Sortiment

Im Weltladen Osterstraße finden Sie Kakao und Schokolade als feinste Confiserie, Schokoriegel, mit Schokolade umhüllte Früchte und Nüsse und eine breite Palette an Tafel- Schokoladen: weiße Schokolade, Vollmilch-Schokolade, Zartbitter-Schokolade, Schokolade mit Chili, Fleur de Sel, mit Kardamom und vielen anderen Aromen und Zutaten.